Karrierepodcast: My path to partnerhsip
Shownotes
Karrierepodcast: My path to partnership mit Carmen Böhn
„Der Weg in die Partnerschaft ist geprägt von vielen kleinen Entscheidungen – nicht von einem einzigen großen Schritt.“ In der zweiten Folge unseres Karrierepodcasts spricht Carmen Böhn über ihren Weg in die Partnerschaft – vom Berufseinstieg über den Wechsel zwischen Inhouse-Position und Großkanzlei bis hin zu ihrer heutigen Rolle als Equity Partnerin im Bereich Corporate M&A.
Sie gibt persönliche Einblicke in prägende Karrierestationen, zentrale Weichenstellungen und die Erfahrungen, die sie auf ihrem Weg begleitet haben. Außerdem geht es um Leadership, Kanzleikultur und persönliche Prioritäten im Alltag einer Partnerin – sowie um die Frage, wie sich anspruchsvolle Mandatsarbeit und Familie miteinander vereinbaren lassen.
🎙️ Was euch in unserem neuen Karrierepodcast erwartet:
- Persönliche Geschichten und Karrierewege bei Noerr
- Einblicke in spannende Mandate und den Kanzleialltag
- Learnings, Herausforderungen und Tipps für den Berufseinstieg
- Authentische, inspirierende Gespräche mit Kolleg/innen auf allen Karrierestufen
Sprecher: Carmen Böhn Bianca Hübel
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Transkript anzeigen
00:00:06: Schön, dass ihr wieder dabei seid oder heute zum ersten Mal reinhört.
00:00:08: In der ersten Folge ging es um das erste große Mandat – den großen Sprung ins kalte Wasser.
00:00:12: und heute erweitern wir die Perspektive und nehmen euch mit auf den ganz individuellen Weg in die Equity-Partnerschaft!
00:00:18: Und dafür bin ich heute im Frankfurter Büro und freue mich sehr mit Carmen Böhnen zu sprechen.
00:00:22: Liebe Carmen, herzlich willkommen!
00:00:24: Hallo Bianca, schön, dass ich da sein darf.
00:00:27: Danke, dass du dir Zeit genommen hast für unser Gespräch heute.
00:00:30: Magst du dich kurz vorstellen?
00:00:32: Ja, sehr gern.
00:00:34: Mein Name ist Carmen Böhlen und ich bin Equity-Partnerin bei Nürr im Bereich Corporate M&A und spezialisiert auf komplexe grenzüberschreitende Unternehmenstransaktionen um Strukturierungen, Reorganisationen und laufender gesellschaftsrechtliche Beratung.
00:00:49: Das ist so ein großem Ganzen das was ich täglich mache.
00:00:52: Auf einer persönlichen Ebene bin ich verheiratet und habe einen fünfjährigen Sohn
00:00:56: Und jetzt bist du ja auch seit ersten Januar Equity Partnerin.
00:01:00: Herzlichen Glückwunsch.
00:01:00: nochmal
00:01:02: Vielen Dank.
00:01:03: Kannst du vielleicht deinen bisherigen Karriereweg so ein bisschen skizzieren?
00:01:07: Wo hast du angefangen und wo stehst du jetzt, weil ich glaube dein Weg sollte ja eigentlich ein anderer werden.
00:01:15: Genau!
00:01:15: Ich war nicht beim Nörd mein ganzes Leben lang.
00:01:18: Nachmittag von Dariat in einer anderen internationalen Großkanzlei angefangen.
00:01:23: Mein Gedankengang war immer so ein bißchen gewesen.
00:01:24: Ich mache ein paar Jahre Großkanslei, ganz klassisch was man sich so überlegt Und wechseln dann in Haus und gehen irgendwo in eine Rechtsabteilung.
00:01:33: Genau das hab ich auch gemacht, als ich war ein paar Jahre in der Großkanzlei gewesen, habe die Bewusstentscheidungen getroffen.
00:01:38: Okay, ich wechsle raus aus der Kanzleiwelt rein in die Rechtsabteilungswelt, hab relativ lange gesucht was genau euch machen könnt.
00:01:45: Ich wollte natürlich auch irgendwas finden, was zu mir passt.
00:01:49: Wollte auf weiterer Gesellschaftsrecht machen, M&A weitermachen.
00:01:52: Hab lang gesucht, war bei Billfinger ... war genau das, was ich mir quasi immer vorgestellt hatte.
00:01:58: Diese In-Haus-Position und hab dann relativ schnell gemerkt innerhalb der ersten paar Monate schon dass es das glaube ich nicht für immer ist.
00:02:06: Hab mir dann gedacht okay ich warte noch ein bisschen ab man muss diese Anfangszeit auch ein bisschen überbrücken Und habe dann so nach einem guten Jahr gemerkt okay das ist nix Ich muss zurück eine Kanzlei und habe dann gesucht.
00:02:17: und deswegen ja ich bin nicht in der Rechtsabteilung gelandet sondern danach sehr glücklich bei Nürn gelandete.
00:02:23: und ja seit letzten Jahren nun echt mit den Partnerinnen.
00:02:26: Sehr schön, Gott sei Dank.
00:02:28: Was hat denn dann nicht gepasst?
00:02:30: Also warum soll das denn doch noch nicht in Haus bleiben?
00:02:33: All das was man gesagt hat dass ich dort machen werde habe ich auch gemacht.
00:02:36: Ich hab sehr international gearbeitet, ich hab Projekte in vielen Ländern der ganzen Welt betreut.
00:02:42: Es war immer M&A gewesen.
00:02:45: Was mir gefehlt hat Das wirklich rechtliche juristische Arbeiten.
00:02:50: Immer wenn es spannend wurde, musste ich seine Externe ganz leih geben bzw.
00:02:54: ich konnte in der Jurisdiktion gar nicht selbst beraten.
00:02:56: Da waren auch ziemlich fancy Jurisdyktionen dabei wie es beispielsweise Oman oder Verhalten Arabischen überraten, da kann ich nicht wirklich beraten.
00:03:04: Deswegen, wenn es spannend wurde, musste ich's rausgeben.
00:03:07: Und das hat mich so ein bisschen geärgert.
00:03:08: Ich mag es mehr juristisch zu arbeiten, mich auch mal was reinzudenken und was komplett so durchdenken nicht nur im Managen von rechts nach links.
00:03:16: Das war so'n bisschen das, was mir gefehlt hat.
00:03:17: Deswegen war klar dass ich auch in die Kanzlei zurückgehe wo ich wieder weiterhin international arbeiten kann aber eben auch ein bisschen juristischer arbeiten kann.
00:03:27: Das hast du dann aber bei Nürnher gefunden, beziehungsweise in der Großkanzlei wieder.
00:03:32: Wie waren denn die Mandate?
00:03:34: Wie tief geht man da rein?
00:03:36: Wie hoch ist der gerade an Internationalität?
00:03:39: Das ist extrem hoch!
00:03:41: Es sind ja
00:03:42: immer
00:03:43: deutsche Gesellschaften, die gekauft oder verkauft werden.
00:03:46: Man hat immer einen deutschen Bezug... Aber für gewöhnlich ist einer oder beide der Mandanten entweder ein ausländisches Unternehmen, oder das wird.
00:03:54: derjenige spricht nur englisch.
00:03:56: Das heißt es ist eine extrem hohe Internationalität.
00:03:59: Es sind auch gerade bei großen Projekten oder sogenannten Mega-Deals ist es häufig so dass man als Deutscher nur zuarbeitet und quasi in so einer Zuerbeiterrolle ist, weil die Transaktion zum Beispiel in England abgewirkt wird oder eben umgekehrt.
00:04:12: Man führt sie aus Deutschland heraus und die anderen Juristikzonen arbeiten zu.
00:04:17: Das heißt es ist extrem international, das ist extrem vielschichtig.
00:04:20: Und auch das was Spaß macht ja jede Transaktions ein bisschen anders und die Feinheiten nur außen bringen einen Unterschiede.
00:04:27: Gab es denn Schlüsselprojekte oder Mandate, die dein Weg und deine Entwicklung besonders geprägt haben?
00:04:34: Ja, da fällt mir spontan ein Mandat ein.
00:04:38: Das hat mich fast zwei Jahre beschäftigt.
00:04:41: Also kein ganz klassisches M&A-Projekt aber es war höchst international.
00:04:46: Es ist damals das größte Coffeeshineventure der Welt gegründet worden und dadurch mussten gewisse Sachen getrennt werden.
00:04:53: beispielsweise musste das Schokoladengeschäft vom Kaffeegeschäft getrenned werden Und das hat man im Weg von einer Umstrukturierung gemacht in Zichuristiktionen Und es war wahnsinnig spannend, weil das alles an mehreren Tagen in unterschiedlichen Schritten und Sequenzen abgehandelt werden musste.
00:05:09: Man hat quasi eineinhalb Jahre oder fast zwei Jahre gebraucht bis das alles so aufgestellt war dass diese paar Tage wo das quasi wie ein Domino-Spiel alles nur klippklapp umfällt und der Reihenach funktioniert gemacht werden muss.
00:05:22: Es war extrem aufwendig, weil man natürlich die ganze Koordination hatte Aber anders als auf der anderen Seite auch ganz viel mitbekommen.
00:05:28: Man hat festgestellt, wie wird in Frankreich ein M&A-Projekt gemacht?
00:05:32: oder ich hatte auch viel mit Spanien zu tun gehabt?
00:05:35: Wie wird dort was gemacht?
00:05:36: Wie trägt man dazu bei Merchant Spanian so machen?
00:05:42: Das war super spannend gewesen weil es einfach auch so international war und weil's mich auch so lange beschäftigt hat.
00:05:46: Es hat mich wirklich fast zwei Jahre beschäftigen.
00:05:48: das war super spannend und Gott sei Dank hat alles geklappt.
00:05:53: an diesen paar Tagen haben diese, da mussten beispielsweise auch Kapitalerhöhungen taggenau eingetragen werden.
00:05:58: Das ist in Deutschland gar nicht so einfach.
00:06:00: Es hat extreme Koordinationen mit den Handelsregistern vorausgesetzt und so war es eben eine Anwürstikzone auf das alles genau in gewissen Sequenz ein paar Tage vonstatten geht.
00:06:10: Und das war super spannend weil ich das Zusammenspiel von so wahnsinnig vielen anwälte die waren ja auch alle Das waren alle unterschiedliche Beratungspersönlichkeiten, das hat mega Spaß gemacht.
00:06:20: Einfach zu sehen wie macht man die anderen Juristikationen?
00:06:22: Wie macht man selbst was?
00:06:23: Wie kann man es koordinieren?
00:06:25: Die kriegt man auch gewisse Formalitäten unter einen Hut.
00:06:27: Das fand ich spannend.
00:06:28: Es war eines der Projekte, die mir am meisten in Erinnerung geblieben sind und wo ich glaube ich auch am meisten mitgenommen habe.
00:06:33: Was jedenfalls Koordinationen-Projektmanagement angeht, war extrem gewesen!
00:06:39: Und wie hat sich deine Tätigkeit im Laufe der Jahre entwickelt?
00:06:44: Also du bist ja zu uns gekommen als assoziierte Partnerin und jetzt in die Partnerschaft befördert worden.
00:06:51: Kannst du das so ein bisschen kontrastieren vielleicht auch mit der Tätigkeits davor, bei der du in einer anderen Großkanzlei nachgegangen bist?
00:06:59: Genau also ich war.
00:07:00: nach dem Referendariat habe ich eine andere Großkenzlei angefangen, auch eine internationale Kanzlei.
00:07:07: Da war ich aber als sehr junge Associate gewesen.
00:07:11: Da hatte ich relativ wenig Verantwortung, was natürlich auch logisch ist.
00:07:14: Ich habe sehr viel Due-Diligence gemacht und zu Arbeit gemacht.
00:07:19: Das durfte schon direkt mit Mandanten kommunizieren, das hab ich klar immer gemacht.
00:07:25: Hab dann am Anfang auch relativ breit gearbeitet und versucht nicht nur klassisches Core Corporate oder MLA zu machen, sondern ein bisschen rechts und links zum Teller ranzuschauen hab dann beispielsweise eine relativ lange Real Estate Share Deals gemacht, das war so ein Trend gewesen.
00:07:43: Da hat man quasi ... Beispielsweise Hochhäuser oder Einkaufszentren immer als share deal verkauft oder gekauft und da habe ich ganz oft das Gesellschaftsrecht beraten.
00:07:53: Das war eigentlich ziemlich cool, weil man da selbst mit wenig Berufserfahrung direkt mitverhandeln durfte.
00:07:58: Man wurde mitgenommen bei den ganzen großen M&A-Deals eher in der zweiten Reise.
00:08:04: Da hab ich viel über das Immobilienrecht gelernt, über die Branche.
00:08:07: Das war eine coole Zeit gewesen, weil man dann viel gestalten konnte und gesehen hat.
00:08:13: Nicht so ganz der klassische Weg ist nur M&A, sondern ein bisschen diesen immobilien Schiene mitgemacht hat.
00:08:19: Und es war am Anfang ... Dann hat sich's schon geändert.
00:08:22: Es kam immer mehr Verantwortung hinzu.
00:08:23: Man hat immer mehr geschaut, dass man auch in den Team- oder Projektlied kam.
00:08:28: Man hatte die Idee irgendwann nicht mehr nur ... und hat beispielsweise das komplette Team geführt, hat die Court wieder zu einem Mandanten gemacht.
00:08:37: Hat auch immer mehr eben diese Schnittstelle zwischen dem Partner ausgefüllt und den Mandanten und hat dann quasi dem Partner kurz vor dem Meeting gebrieft, dass der ja quasi gut sprechfähig war.
00:08:47: Das heißt man ist da immer mehr in Verantwortung reingewachsen, hat auch immermehr selbst zu tun gehabt und konnte auch immer so ein bisschen mitgestalten.
00:08:54: ist, was auch Spaß gemacht hat und konnte immer quasi schauen Das ist so eine Ecke, da kann ich an der Stelle ein bisschen gestieren oder da kann die D-Report das ein bisschen drehen und da so darstellen.
00:09:05: Gibt immer unterschiedliche Art und Weise wie man was präsentieren kann.
00:09:08: Ja und das ist immer weiter so gegangen.
00:09:09: also beim Nörrweichern war es als assoziierte Partnerin gewesen.
00:09:14: Da habe ich am Anfang hat sich die Arbeit nicht groß unterscheiden von der alten Arbeit in der Kanzlei.
00:09:20: Der Unterschied, den es gab war dass man natürlich nicht so ein großes Netzwerk am Anfang hatte.
00:09:25: Ich kam als Quereinstiegerin rein das heißt ich habe mich hier erstmal so ein bisschen akklimatisieren müssen.
00:09:32: Das ist ein bisschen das was am Anfang eine Schwierigkeit war.
00:09:35: Man musste erst mal wissen welche Leute man anspricht für was und dass man so ein bißchen warm wird.
00:09:40: Das hat ein bisschen gedauert am Anfang.
00:09:43: Aber ich hab dann auch versucht, hier bereit zu arbeiten und mit vielen Standorten zu arbeiten.
00:09:47: Meine ersten Projekte habe ich im Hamburger Standort gemacht, das zweite Projekt war in Düsseldorf gewesen.
00:09:52: Ich hab gar nicht immer mit den Frankfurter Partnern zusammengearbeitet sondern super breit gearbeitet was aber auch... völlig unproblematisch war und auch echt Spaß gemacht hat, weil man natürlich unterschiedliche Leute kennenlernt mit Beratungspersönlichkeiten.
00:10:05: Jeder macht das ja ein bisschen anders, man kann sich viel abschauen.
00:10:08: Und so bin ich dann so reingewachsen hier bei Nürn.
00:10:12: Könntest du an dem Mandat über das du zuvor gesprochen hast nochmal kurz erläutern wie sich die Rolle in so einem Mandat entlang des Karrierewegs verändert?
00:10:23: Also ... Was war die Tätigkeit auf Associate-Level?
00:10:27: Und wie wäre diese Tätigkeiten in dem Mandat heute als Partnerin, wie kann man sich diese Entwicklung ganz konkret vorstellen.
00:10:35: Ja also auf Associate Ebene werde das Mandat quasi so dass man eine sehr großen Zuerbeiterung ist.
00:10:41: Das heißt wenn wir auf das Café-Train-Venture zurückkommen würde das vor allem gewesen, dass man Listen und Pläne hat, die man abarbeitet bzw.
00:10:50: die man auch auf Stand hält, wo man wirklich aktuell die Deadlines?
00:10:54: Wann muss welcher Entwurf fertig sein einträgt.
00:10:58: Allein das ist schon eine gewisse Herausforderung weil eine Vielzahl von E-Mails reinkommen und man natürlich diese Projektkoordination nicht nur für den deutschen Teil macht sondern vielleicht auch für mehrere Jurisdiktionen.
00:11:07: Das heißt als junger Anwalt hat man dann viel Kontakt mit dem... Beispielsweise jetzt den US-Kollegen, die einen dann Input liefern und da muss man das entsprechend in Listen eintragen.
00:11:18: Das ist so eine klassische Arbeit, die man dann ganz am Anfang macht.
00:11:22: Das wird ein bisschen mehr verantwortet auf dem Senior Associate Level.
00:11:25: Da ist man dann schon mehr in der Steuerung auch.
00:11:28: Das heißt, man schaut sich auch mehr diese Dokumente an, die zugeliefert werden von den unterschiedlichen Juristiktionen und schaut, ob die in das Gesamtgefüge reinpassen.
00:11:37: Und versucht, dass auch einfach abzustimmen und zu koordinieren.
00:11:43: Die Partnerarbeit unterscheidet sich dann noch mal, weil man natürlich die Gesamtverantwortung für das Projekt trägt.
00:11:47: Das heißt, man muss schauen, dass alle Workstreams funktionieren, dass das Mandat gut aufgesetzt ist, dass diese Reporting-Linien nach oben auch funktionieren.
00:11:56: Letztens müsste es so sein, dass alles bei mir zusammenläuft.
00:11:58: Ich muss das volle Bild haben, weil ich ja auch die volle Verantwortung trage.
00:12:02: aber natürlich muss trotzdem jeder Fach- oder jeder Bereich unter sich natürlich noch irgendwie ein Lied haben.
00:12:08: Das heißt, du musst noch einen Senior-Associa or AP geben, der dann vielleicht für eine Jurisdiktion verantwortlich ist wenn es ein sehr großes Projekt ist.
00:12:16: Inwiefern wird denn auch die Geschäftsentwicklung auf dem Weg in die Partnerschaft relevanter?
00:12:21: Weil im Prinzip bedeutet equity-Partnerschaft ja dass Du Gesellschafta der Kanzlei bist.
00:12:28: Wie entwickelt sich das?
00:12:30: Das entwickelt sich ganz langsam.
00:12:31: Wenn man wächst da so rein, das sind zum ersten Mal ... Da hat man einen mandanten Kontakt und dann versucht man den zu halten.
00:12:38: Man gibt z.B.
00:12:39: irgendein neues BGH-Urteil, kann man darüber informieren.
00:12:43: Es muss immer Taylor-Mate sein, es kann nicht in die Wahllos sein.
00:12:46: Dann versucht man quasi die ersten Akquisebemühungen.
00:12:50: Man geht auf Veranstaltungen.
00:12:53: Da muss man sich auch erst mal daran gewöhnen, auf Veranstaltungen zu gehen oder vielleicht mal in einem Panel zu sitzen.
00:12:57: Oder einen Vortrag zu halten, Fachvortrag... Ich hatte beispielsweise letztes Jahr bei einer Spannentagung in Leipzig ein M&A-Fachvortrage gehalten und das ist natürlich spannend weil du mit allen Leuten ins Kontakt kommst.
00:13:09: Das sind ja sowohl potenzielle Mandanten da als auch vielleicht schon eigene Mandanten oder auch auf eigene Veranstaltungen von Nürnigen, Leute aktiv einladen.
00:13:20: Das sind so diese klassischen Akquise und Bedietätigkeit in die wächst man aber hinein.
00:13:24: Als das zeitlich AP hier war, hab ich das am Anfang was im wenig und dann ist es aber immer mehr geworden.
00:13:29: Es wurden noch immer mehr Aktivitäten, immer mehr ... Events oder man hat auch selbst Events geplant, versucht irgendwas strategisches auszurichten.
00:13:37: Das heißt es wurde immer mehr aber man wurde da langsam herangeführt.
00:13:39: das war jetzt nichts wuchs von heute auf morgen hieß jetzt muss man irgendwie eigene Mandate haben und es ist ja auch schon eine Kunst die bestehenden Mandate zu halten.
00:13:48: Das muss man ja auch so sehen.
00:13:49: im Markt ist ja gar nicht der schwierig und dann muss man schon sagen dass allein das hin so bekommen ist.
00:13:55: ja Da wurde man immer mehr an die Hand genommen.
00:13:59: Man wurde auch zum Mittagessen mitgenommen, und dann hat sich das so entwickelt?
00:14:04: Wahnsinn!
00:14:05: Da lernt man ja wahrscheinlich eine Menge auf einmal über den längeren Zeitraum.
00:14:10: Was lernt denn persönlich?
00:14:12: Wie hast du dich persönlich im Laufe der Jahre entwickelt?
00:14:17: Ich glaube persönlich habe ich mir immer versucht ... Die Sachen, die ich selbst gut fand abzuschauen und zu kopieren Und die Sachen, die mich an anderen Leuten oder Partnern gestört haben, die habe ich versucht auszuklammern und auch nicht zu übernehmen.
00:14:32: Das heißt was ich vorhin schon gesagt hatte, die erste Chefin, von der hab' ich mir viel abgeschaut weil sie einfach von der menschlichen Art gut war und vom Führungsziel auch gut war.
00:14:44: Dann gab's aber auch Leute auf dem Weg.
00:14:46: mit denen konnte man vielleicht nicht so gut... Und nicht so viel anfangen wir mal, war nicht auf einer Wellenlinie.
00:14:50: Das gibt es ja immer.
00:14:51: Es gibt ja immer Persönlichkeiten mit denen ... Weil die einem sehr ähnlich sind, mit denen versteht man sich naturgemäß besser.
00:14:57: als wenn das jetzt sehr unterschiedlich ist und das hab ich dann aber versucht irgendwie nicht zu übernehmen.
00:15:03: Habe ich auch wirklich gedacht okay, so möchte ihr gar keinen Fall enden, so möchtest du's auf keinen Fall machen?
00:15:09: Und habe dann wirklich versucht das bewusst anders zu machen und macht das auch immer noch so.
00:15:14: Das hab ich schon sehr geprägt.
00:15:15: Und das habe ich mir versucht, die guten Sachen mehr abzuschauen und die schlechten Sachen, die ich nicht so gut fand, wegzulassen.
00:15:22: Ansonsten hab ich immer versucht persönlich auch alles in Ruhe zu machen.
00:15:28: Also nie eine große Hektik zu machen ... Ich hab immer versucht, wenn es hektische Phasen sind, da Ruhe reinzubringen, versuchte jetzt noch den Ruhensteam reinzubringe.
00:15:37: Zu schauen, dass man das quasi einmal dacht hat im Ruhe bevor mal irgendwie ... mit ihm mal verschickt, deswegen immer ein bisschen Ruhe reinbringen und eine gewisse Resilienz zuzulegen.
00:15:49: Aber hattest du die schon immer oder warst du immer schon so ruhig?
00:15:54: Oder ist das ein Resultat der Berufserfahrung?
00:15:58: Ich war schon immer ruhig aber ich glaube durch die zunehmende Berufserfahrung wurde es mehr.
00:16:03: also da kann man viele Sachen besser einschätzen weil man auch weiß wie wichtig oder wie schnell man was machen muss oder nicht.
00:16:10: Und das wurde schon noch mehr, aber absonst bin ich auch von Natur aus schon sehr strukturierte und organisierte Mensch.
00:16:18: Wenn du jetzt merkst es ist wirklich sehr stressig und das Team ist auch gerade ein bisschen unruhig wie schaffst du's da wirklich mal einen kurzen Schritt zurückzutreten?
00:16:27: Und dir die Ruhe sozusagen zu nehmen oder die Ruher ins Team zu transportieren?
00:16:33: Das fängt ja schon bei einem selbst an.
00:16:35: Ich muss erst einmal ruhig sein.
00:16:37: Das überträgt sich, wenn ich hektisch bin ist auch mein Team hektische.
00:16:41: Wenn ich versuche, ruhig zu bleiben und selbst Ruhe auszustrahlen und sagen, wir machen das jetzt eins nach dem anderen in folgende Reihenfolge in der Ruhe, dann ist es für die Kollegen gut, weil man die ein bisschen mitstrukturiert gerade.
00:16:53: Am Anfang weiß man mal oft nicht wie langbrauch ich für eine Aufgabe oder was mache ich zunächst?
00:16:59: Ist die erste Aufgabe, ist die zweite Aufgabe?
00:17:02: Oder was ist die Folge von einer Aufgabe?
00:17:04: Und das so ein bisschen auszutarrieren, versuche ich das dann irgendwie ein bisschen vorzugeben.
00:17:08: Okay erst das, dann das und da kriegt man ja auch schon eine gewisse Ruhe und Struktur und Ordnung rein... ...und ansonsten einmal tief durchatmen hilft extrem Händewaschen gehen.
00:17:18: Kaltes Wasser!
00:17:22: Ich glaube mal muss einfach wirklich... oder ich versuche wirklich immer ruhig zu bleiben.
00:17:25: Das ist so ein Schlüssel.
00:17:26: Das bedingt nichts, wenn man in Hektik ausartet.
00:17:29: Oder wenn man versucht, irgendwas schnell zu verschicken ... Das ist irgendwie nicht das, wie ich das gerne hätte.
00:17:40: Das heißt, man wächst in die Rolle
00:17:43: irgendwo
00:17:44: auch rein?
00:17:45: Man wird ja sicherlich aber
00:17:46: auch
00:17:47: an die Hand genommen.
00:17:50: Denkst du, dass die Entwicklung vor allem durch die Zusammenarbeit ... Im Team entsteht?
00:17:55: oder gibt es vielleicht auch andere Stellschrauben, die die Kanzlei an sich stellt.
00:18:01: Um da Hilfestellung zu leisten in die Rolle reinzuwachsen?
00:18:04: Oder sich in die Partnerschaft zu entwickeln?
00:18:07: Ich glaube das Wichtigste ist dass alle Partner immer ganz offenes Ohr hatten.
00:18:14: Das heißt man konnte immer jederzeit hier eine Frankfurt zu den Leuten gehen und fragen.
00:18:19: Ich konnte mit jeder Frage kommen, ob das jetzt eine fachliche oder persönliche Frage war.
00:18:24: Oder einfach so ne Doing-Frag.
00:18:26: Das heißt man extrem hohe Bereitschaft zu helfen und auch einen mitzunehmen und an die Hand zu nehmen und zu sagen mach das doch mal so rum!
00:18:34: Oder findest du nicht dass die Antewariante besser wäre?
00:18:37: D.h.,
00:18:37: da gab es immer viel Feedback und auch viel Austausch.
00:18:40: Das hat extrem geholfen.
00:18:42: Und was ich bei Nürn Toll finde ist, dass es seit zwei Jahren das Programm Hör Success gibt.
00:18:49: Das heißt, ich hatte noch einen externen... Was heißt extern?
00:18:53: Also aus nicht aus meinem Fachbereich ein Mentor an die Seite gestellt bekommen.
00:18:57: Den ich auch nochmal zusätzlich zu allen Sachen fragen konnte.
00:19:00: Es war ein Equity-Partner aus einem anderen Standort gewesen der bewusst nicht in der Corporate Bubble unterwegs war sondern woanders unterwegs war und mit dem ich viel sprechen konnte den ich auch viel einfach mal Off the Record fragen konnte.
00:19:12: das heißt es war eine extreme Hilfestellung gewesen weil da natürlich auch ein Super Sparrings Partner gewesen ist mich sehr unterstützt hat im Weg.
00:19:22: Was würdest du denn sagen, was war die größte Herausforderung auf dem Weg bis in die Partnerschaft?
00:19:29: Die größte, weiß ich gar nicht, große Herausforderungen waren anfangs Strichen das Durchhalten.
00:19:34: Das ist ja schon ein langer Weg gewesen, wenn ich überlege von meinem Berufseinstieg bis jetzt, es ist einfach ein langen Weg, das muss man wissen.
00:19:41: und der Weg in die Partnership ist auch nur der Beginn Geht ja quasi erst richtig los in Anführungsstrichen.
00:19:48: Das heißt, man muss ein bisschen durchhalten und motiviert sein sich auch mal selbst motivieren das Beste zu geben versuchen die extra mal zu gehen.
00:19:56: das habe ich immer gemacht.
00:19:57: Ich hab immer versucht nicht nur eine Mandatsarbeit zu machen sondern auch sonst nebenher viel zu machen oder Sachen für die ganz leid zu machen.
00:20:03: ich mache total gerne der recruiting engagiere mich da gern.
00:20:06: dass ist sowas was mir total Spaß macht.
00:20:08: ich bilde auch gerne junge Leute aus.
00:20:10: ich hatte damals als ich Angefangen zu arbeiten hatte ich eine supergute Chefin, die mich sehr an die Hand genommen hat.
00:20:16: Und da habe ich mir viel abgeschaut auch von der Art und Weise wie sie in die Leute ja an die handgenommen oder ausgebildet hat.
00:20:25: Ich mache das auch selbst gerne.
00:20:26: Das wird uns ein bisschen was zurückgeben ob es jetzt ein Refundar ist oder ein junger Associate.
00:20:30: Ich finde es wichtig dass man den Leuten Feedback gibt und dass man sie gut ausbildet.
00:20:34: Ansonsten war der wichtigste Schritt gewesen, dass man dranbleibt.
00:20:37: Dass man versucht, das strategisch anzugehen und seine Netzwerke auszubauen.
00:20:43: Aber die größte Herausforderung war in den Anfangsstichen durchhalten.
00:20:46: Es ist gar nicht negativ gemeint, dass wir dranbleiben.
00:20:51: Na ja klar!
00:20:51: Man braucht doch einen langen Atem.
00:20:53: Und es gibt sicher auch mal eine Art, von denen man vielleicht nicht total begeistert ist, wo man danach wieder eins braucht, dass einer so ein bisschen raushebt ... Ich fand aber gerade ganz interessant, du hast so ein bisschen das Thema Führung auch angesprochen.
00:21:08: Das ja sicherlich auch eine große Rolle spielt auf dem Weg in die Partnerschaft.
00:21:13: Jetzt hast du ja doch schon einige Jahre an Berufserfahrungen.
00:21:17: Wie würdest Du denn Dein eigenen Führungsstil beschreiben?
00:21:21: Ich würde sagen mein Führingsstil ist modern.
00:21:23: also ich mag moderne Leadershipverständnis.
00:21:26: Ich finde dass man transparent und offen kommunizieren kann, dass es eine gute Feedbackkultur gibt.
00:21:32: Auch ich bin nicht grundfehlbar.
00:21:33: Ich finde nichts schlimmer, als wenn sich ein Associate nicht trauen würde was zu sagen.
00:21:37: Das heißt bei mir ist immer die Tür offen es kann jeder reinkommen mit einer Frage.
00:21:39: das auch ganz häufig so dass Leute mich etwas fragen und ich weiß auch nicht die Antwort.
00:21:45: also manchmal ja aber oft weiß ich's auch einfach nicht und dann mache ich das ganz häufig.
00:21:50: das habe ich früher auch schon immer so gemacht.
00:21:52: Das ärgert mich dann, wenn ich das nicht weiß.
00:21:55: Und dann fange ich an, das nachzuschlagen und recherchiere das bei Beck und Joris euch das dann wissen will wie das ist und wie man das am besten macht.
00:22:03: Dann hat sich der ein oder andere mal gewundert dass er von mir eine Fundstelle geschickt bekommen hatte wo die Antwort drin stand weil ich es einfach auch nochmal recherchiert habe.
00:22:12: Aber das gehört auch zur Führung dazu, dass man nicht allwissend ist sondern sich als Team versteht.
00:22:16: Es ist mir total wichtig, dass mein Team gut zusammenarbeitet und es eine gute Kommunikation gibt, flache Hierarchien.
00:22:22: Das finde ich wichtig.
00:22:26: Wir sind eine moderne Kanzlei also ein modernes Verständnis hat nach draußen.
00:22:30: Ja
00:22:31: schön!
00:22:32: Neben all diesen beruflichen Herausforderungen, denen du hier täglich begegnest.
00:22:36: Und ich meine es ja kein geheimnisgroß Kanzler-Issenhoher Workload und das ist sicherlich auch kein nine to five Job!
00:22:42: Du hast ja aber auch einen kleinen Sohn... Wie bekommst du das denn alles unter ein Hut?
00:22:47: Ich hab sogar noch einen Ehemann, genau.
00:22:52: Ehemal unten kleinen Sohnen, genau Das ist glaube ich eine Frage der Organisation.
00:22:57: Also ich bin als Nürn gekommen war AP gewesen nach, weiß ich nicht, eineinhalb Jahren oder sowas schwanger gewesen und bin dann auch nur kurz draußen gewesen.
00:23:07: Das heißt, ich war glaube ich fünf oder sechs Monate in Mutterschutz beziehungsweise Elternzeit und bin danach direkt wieder eingestiegen Und habe mir das aber immer so vorgestellt dass ich nur kurz draussen bleibe.
00:23:17: Mir war es immer klar, dass man sich einfach gut organisieren muss.
00:23:20: für mich ist das an der Frage der Organisation.
00:23:23: Das heißt wir haben uns von Anfang an viel Gedanken gemacht wie kriegen wir Das Kind betreut.
00:23:28: Mein Mann ist auch Anwalt, der arbeitet ähnlich intensiv wie ich.
00:23:31: Wie teilen wir uns die Arbeit auf?
00:23:33: Wer macht was?
00:23:34: Es sind viele Absprache und Organisationen.
00:23:37: Wir haben es zum Beispiel so gemacht.
00:23:39: Er hat von Anfang an eine supergute Kita ausgesucht.
00:23:42: Das war auch ein Betriebskita von meinem Mann gewesen.
00:23:45: Das ist eine sichere Basis, wo man wusste, der Kleinen ist gut aufgehoben.
00:23:51: Und ansonsten haben wir immer Kinderfrauen gehabt, die sich auch gekümmert haben.
00:23:57: Ansonsten funktioniert es nicht.
00:23:59: Ich habe Vollzeit gearbeitet und das wäre sonst echt nicht hingehauen.
00:24:03: Es war eigentlich eine gute Variante.
00:24:05: Das haben wir auch immer noch so.
00:24:06: Das heißt, dass viel Flexibilität da... Aber auch, wenn der Kanzlei gegeben wird.
00:24:10: Ich mach's zum Beispiel ganz oft so, dass ich um acht oder am achtzendreißig nach Hause gehe und eine Stunde zur Abend esse mit meinem Sohn in das Bett bringen.
00:24:18: Und dann arbeite ich eben weiter ab neun, zwölf, dreißig oder zwanzig Uhr.
00:24:21: Das war aber auch nie ein Problem gewesen als ich AP war.
00:24:26: Das ist ja noch.
00:24:26: auf die Frage der Kommunikation.
00:24:28: Ja.
00:24:29: Klar, wenn jetzt am nächsten Tag ein Signing ist, klappt es halt nicht.
00:24:32: Das muss man damit auch geben.
00:24:34: Aber so im Großen und Ganzen hat das System immer gut geklappt.
00:24:37: Und wie war der Wiedereinstieg direkt nach der Elternzeit?
00:24:42: Das wär ich nie weg gewesen.
00:24:45: Ich war ja auch nur kurz draußen gewesen, hab mit anderen Büros zusammengearbeitet.
00:24:52: D.h.,
00:24:52: ich hab wirklich bereit wieder gearbeitet und es war kein Unterschied zu vorher gewesen.
00:24:57: Es wäre ich nie weggewesen.
00:24:59: Das war echt schön gewesen.
00:25:01: Man kam zurück und hatte keine großes On-Boarding gebraucht.
00:25:04: Das hat sich nichts geändert gehabt ... Und dann konnte man einfach so weitermachen wie vorher auch.
00:25:10: Das war schön, die Kanzlerin hätte auch sehr unterstützt dabei.
00:25:13: Also das war nie ein Problem wenn irgendwie Kind krank oder was auch immer.
00:25:17: Man konnte da immer sehr viel Flexibilität haben und den eigenen Weg... ...und hat sich gut unterstützt gefühlt bei dem Weg, den man macht ja.
00:25:25: Ja,
00:25:26: d.h.
00:25:27: Flexibilität wird zwar schon erwartet aber im Gegenzug dafür natürlich auch gewährt an der Stelle an der es nötig ist?
00:25:32: Exakt, exakt!
00:25:33: Und das ist ja auch das Schöne so ein bisschen, dass wir ein bisschen geben und nehmen.
00:25:37: Man gibt ja viel und arbeitet auch viel, macht das auch gerne.
00:25:41: Aber im Gegenzug hat man natürlich noch die Flexibilität.
00:25:43: Auch damals als es Homeoffice noch gar nicht so sehr gab, konnte man mal von zu Hause arbeiten wenn irgendwas war oder ob das jetzt Kind ist oder ob ein Handwerker kommt.
00:25:52: Das ist ja egal.
00:25:53: Da waren die Kanzler immer sehr flexibel und das war auch immer ganz unkompliziert möglich.
00:25:58: Was bedeutet es denn für dich
00:25:59: heute
00:26:00: Partnerin zu sein?
00:26:02: Für mich bedeutet Partnerin zu sein, vor allem dass ich eine gewisse Verantwortung trage.
00:26:08: Das mache auch gerne das ich ein Team habe was ich führe und was ich nach vorne bringen möchte Dass ich die Chance habe auch eben strategisch mitzugestellt also die Kanzlei mitzuformen oder auch in die Zukunft zu bringen dass ich so ein paar Sachen vorausdenken kann.
00:26:26: Einsatz von KI, so Sachen beschäftigen mich total.
00:26:29: Wie wird sich das Bild in einem Anwalt ändern durch die KI?
00:26:33: Das kann ja auch gerade bei due diligence Prozessen, kann sich das extrem ändern, dass man solche Sachen eben strategisch mit da voran denken kann.
00:26:41: und das sind so Sachen, die mich als Partnerin beschäftigen und die ich auch dann mitgestalten möchte.
00:26:47: Und was würdest du deinem Jüngeren Ich-Rückblickend gerne sagen aus deiner Erfahrung, die Du jetzt hast?
00:26:56: Ich glaube, wenn man ... ich hätte mehr Fragen sollen.
00:26:59: Als ich am Anfang als Anwältin angefangen habe, dachte ich immer alle erwarten von mir, dass ich schon alles wüsste und versucht mich ganz viel selbst beizubringen oder auch selbst zu lesen.
00:27:10: Aber wenn man mehr fragt ist es besser.
00:27:12: Das sage ich allen jungen Kollegen.
00:27:14: Es gibt keine blüten Fragen.
00:27:16: Fragen, Fragen, fragen!
00:27:18: Soviel wie's geht?
00:27:20: Neugierig sein, viel ausprobieren.
00:27:23: Aber vor allem glaube ich, dass es gut gewesen wäre, etwas mehr zu fragen oder ... Ich hab auch glaub ich erst sehr spät verstanden, dass das extrem wichtig ist ein gutes Netzwerk sich aufzubauen.
00:27:36: Das hatte ich zwar gemacht aber nicht auf eine strategische Art und Weise sondern einfach so wie mir gedacht hat, dass's gut funktionieren würde.
00:27:45: Dass in so Sachen.
00:27:46: wenn ich die glaub ich vor zehn Jahren gewusst hätte, wär das irgendwie vielleicht einfacher gewesen.
00:27:52: Vielleicht
00:27:53: zum Abschluss,
00:27:55: welche Perspektive gibt dir denn die Partnerschaft jetzt für die nächsten Jahre?
00:28:00: Also ich freue mich dass ich Partnerin geworden bin vor allem weil ich die Chance habe jetzt was mitzugestalten das man eben die Kanzlei aktiv nach vorne bringt, dass man auch das M&A nochmal ausbaut und dass man den Standort Frankfurt stärkt.
00:28:14: all das sind Sachen die mir wichtig sind und die man dann auch selbst in seiner eigenen Arbeit oder bei Einstellungen berücksichtigen kann.
00:28:23: Ja, ja
00:28:24: klar!
00:28:24: Man entwickelt nicht nur die Rechtsprechung mit weiter sondern natürlich auf die Kanzlei eine ganz große Maße und den Nachwuchs.
00:28:33: Was würdest du denn um das abzuschließen?
00:28:37: Jungen Nachwuchsjuristinnen mit auf den Weg geben?
00:28:41: Oder was muss man mitbringen?
00:28:44: Vielleicht auch charakterlich persönlich... um den Weg in die Partnerschaft erfolgreich zu meistern.
00:28:51: Ich glaube, man muss neugierig sein und darf keine Angst vor Veränderungen oder von neuen Umständen haben.
00:28:57: Das heißt, es ist eine gewisse Neugierde viel fragen, viel ausprobieren, versuchen ein großes Netzwerk von Anfang an zu haben.
00:29:06: Und man muss auch ein bisschen mutig sein.
00:29:08: Also man muss versuchen ... Oder auch mal offen kommunizieren was man möchte.
00:29:13: Man muss ein bisschen Mutig sein Und Leidenschaft für das, was man macht.
00:29:16: Das muss man einfach gern machen, wenn man es nicht gerne macht.
00:29:19: Aber ich mach das nicht so viel Spaß und mach's nicht auf
00:29:21: Dauer.".
00:29:22: Ja,
00:29:23: d.h.,
00:29:24: dein Weg war ja schon auch leidenschaftlich.
00:29:27: ein schönes
00:29:27: Schlusswort?
00:29:28: Genau!
00:29:29: Vielen Dank, dass ihr die Zeit genommen hast.
00:29:31: Das waren sehr spannende Eindrücke
00:29:33: und
00:29:33: ich wünsche dir viel Erfolg für die nächsten Jahre.
00:29:36: Vielen Dank Yibi Biancai.
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